Strategie
allgemeine Regeln zum Positionspiel
- realistische Grundlage
-
keine Wunschvorstellungen
- bei materiellem Gleichgewicht -> Anhäufung kleiner Vorteile:
1. Entwicklung und Beherrschung des Zentrums wodurch
die Bewegungsfreiheit der eigenen Figuren gewährleistet wird
2. Besetzung von Stützpunkten und offenen Linien
3. Materielles Übergewicht
4. Schaffung einer vorteilhaften Bauernstruktur
5. Schaffung schwacher Punkte im gegnerischen Lager die zum Angriffsobjekt werden können
Stellungsbeurteilung und Plan
Die sieben Elemente der Stellungsbeurteilung
1. Materielles
Kräfteverhältnis
2. Vorhandensein unmittelbarer Drohungen
3. Lage der
Könige (und ihre Gefährdung)
4. Beherrschung offener Linien
5.
Bauernstruktur, starke und schwache Felder
6. Zentrum und Raum
7.
Entwicklung und Anordnung der Figuren
Beispiel (08.06.2005)
Winter-Aljechin ...folgt
Analyse
1. auf dem Brett herscht Materialgleichgewicht
2. Gefährliche Drohungen exestieren nicht
3. Die Lage der Könige hat keinen wesentlichen Einfluß auf
die Stellungsbewertung, da beide im Moment nicht attakiert werden
können
4. Die einzige offene Linie ist die e-Linie, noch wird sie von keiner
Partei besetzt, Schwarz könnte dazu eher in der Lage sein.
5. Weiß kontrolliert die starken Felder c5 und e5, Schwarz c4 und
e4. Weiß hat Felderschwächen am Dameflügel, Weiß
am Königsflügel
6. Beide Parteien beherrschen etwa zu gleichen Teilen das Zentrum und keiner besitzt mehr Raum als der andere
7. Die Figurenanordnung ist beinahe symmetrisch und für keine Partei gegenwärtig vorteilhafter
Allg. Schlußfolgerung:
Die Stellung ist ungefähr gleich, Schwarz besitzt den minimalen
Vorteil, daß erfrüher die offene e-Linie besetzen kann.
1. Materielles Kräfteverhältnis (22.06.2005)
man kann 3 Pläne aus der Materialbewertung ableiten:
1.1. Bei
Vorteil angreifen um den Vorteil zu behaupten.
Man muß versuchen den Gegner an der Mobilisierung seiner
Kräfte zu hindern. Nach möglichkeit sollte man Züge
wählen die konkrete Drohungen beinhalten und den Gegner zwingen
Zeit für deren abwehr aufzubringen. Nicht selten sind diese
Züge mit taktischen Wendungen verknüpft durch die das Spiel
schnell geöffnet und machtvoll zum gegenerischen König
vorgedrungen wird.
1.2. In
schlechterer Stellung die Lage verkomplizieren, z. B. taktische Verwicklungen
herbeiführen.
wichtig dabei:
Figuren, die
wichtige Einbruchsfelder abdecken, sollten nicht abgetauscht werden!
1.3. Bei
gleichwertigen Stellungen
a) versuchen
in die bessere Stellung zu kommen, (hier wird dann ein Plan abgeleitet
aufgrund der folgenden Kriterien 2-7 derStellungsbewertung)
b) schlecht
stehende Figuren abtauschen, wenn Materialgleichheit besteht
Beispiel zu 1.1 (22.06.2005)
.... folgt